Zurück in die Wildnis

 

Jedes Jahr zu Silvester machen Michaela und ich einen kleinen Jahresrückblick. Was sind die Highlights aus jedem Monat? Was hat sich in unser Gedächtnis eingebrannt? Dabei geht es nicht darum, in den Kalender zu schauen und abzulesen. Vielmehr ist es ein verdammt gute Übung um herauszufinden, was wirklich nachhaltig „beeindruckend“ und wichtig war. Und ein Ansporn, mehr von diesen außergewöhnlichen Momenten zu schaffen.

Bei mir sind das regelmäßig die Events, in denen ich in der Natur bin. Konkret wären das für 2018: Eine Schneeschuhtour in der schwedischen Wildnis im Februar, ein Eisbad im kalten Bach in den bayrischen Alpen im April, Lagerfeuerromantik beim ersten MIC Camp in Mai, eine Hüttenwanderung auf dem karnischen Höhenweg im Juli, eine Nacht im Schlafsack auf einem Berggipfel unter Sternenhimmel im August und natürlich wild Zelten in Norwegen im September.

Bei der „Planung“ des neuen Jahres nehme ich mir dann natürlich vor, diese Momente zu maximieren und zu intensivieren. Schließlich ist es das was uns Menschen auszeichnet, das was in unserer NATUR liegt. Das war auch ein Grund, warum wir uns bei der Wahl des Wohnorts für die bayerischen Alpen und gegen die Großstadt entschieden haben.

Je mehr ich mich mit der Natur und einem natürlichen Lebensstil beschäftige, desto klarer wird die Erkenntnis, dass ich eigentlich komplett aufgeschmissen wäre, wenn man mir Handy, Computer, Kreditkarte und Auto wegnehmen würde.

Könnte ich ohne Hilfsmittel ein Feuer machen? Würde ich wissen, welche Wildpflanzen ich essen kann? Hätte ich die Fähigkeit mir eine Unterkunft in der Natur zu bauen? Kann ich wenigstens die Tiere in unseren Wäldern identifizieren?

Auf alle diese Antworten fällt meine Antwort bisher NEIN aus. Deshalb habe ich mir vorgenommen, in den nächsten Monaten und Jahren meine Wildnisfähigkeiten etwas auszubauen und noch mehr Zeit in der Natur zu verbringen. Ich ziehe nicht sofort in den Wald, möchte aber nach und nach lernen, wie ich in der freien Wildbahn überleben könnte.

Ist das jetzt ein neumodischer Hipster-Trend? Ganz egal, wenn es mir ein gutes Gefühl gibt, ich dabei etwas (sinnvolles) lerne und Momente des Glücks empfinde.

Starten werde ich mit diesem Vorhaben spätestens im Juni. Denn dann findet unsere MAKE IT COUNT Wildnis Auszeit in der Eifel statt. Dort lernen wir von 2 erfahrenen Wildnis Coaches u.a Fähigkeiten wie Orientierung im Gelände, Tierspuren deuten und Survival Skills. Und das ganze zusammen mit coolen, spannenden und liebenswerten Menschen. Eine Garantie für gute Gespräche am Lagerfeuer stellen wir jetzt schon aus.

 
Nico RichterKommentieren