Die Zeit verfliegt hier im Traveling Village. Jetzt sind schon fast zwei Wochen rum – und es passiert wirklich viel. Für uns fühlt es sich schon fast nach Alltag an. Gleichzeitig weiß ich, dass das von außen wahrscheinlich ziemlich exotisch wirkt. Deshalb hier mal ein kleiner Einblick in das, was in den letzten Tagen so los war.
🎨 Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag findet vormittags das NEST statt. Wir treffen uns in wechselnden Locations – Cafés, Workshops, am Strand – und es gibt ein Programm für die Kinder. Hier in Hoi An liegt der Fokus stark auf Kunst (Basteln, Malen usw.), da wir mit zwei lokalen Künstlern zusammenarbeiten. Das Nest ist damit sowohl ein Ort, an dem die Kinder gut aufgehoben sind, als auch eine Möglichkeit für die Erwachsenen, sich zu treffen und auszutauschen.
🤝 Parallel versuchen wir drei nach und nach, andere Familien auch einzeln zu treffen – bewusst in ruhigeren Settings. So lernt man sich anders kennen. Dabei begegnen wir unglaublich spannenden Lebensgeschichten von Menschen, die ganz bewusst nicht dem klassischen Lebenspfad folgen.
🥖 Einmal pro Woche gibt es ein Community Dinner oder Lunch. Letzte Woche war es ein Bánh mì Picknick – das Baguette kam einst mit den Franzosen nach Vietnam, gefüllt wird es heute mit lokalen Zutaten wie Fleisch, Gemüse, Ei und würzigen Saucen. Stattgefunden hat das Ganze in einem kinderfreundlichen Café mit angeschlossenem Garten.
🏃♂️ Der Sport kommt hier definitiv nicht zu kurz. Ich habe bereits mehrere Spikeball-Meetups organisiert – am Strand und im Park. Es gibt Badminton, Yvana aus dem Village bietet Yoga-Stunden an, und im Fitnessstudio verabredet man sich sowieso ständig spontan. Laufpartner durch die Reisfelder findet man auch immer. Und wir waren sogar schon beim Brazilian Jiu-Jitsu – sowohl in der Kinderstunde als auch in einer Anfängerstunde für Erwachsene.
🌊 Der Strand ist sowieso ein Dauerbrenner: perfekt, um andere Familien in entspannter Atmosphäre zu treffen, in den Wellen zu toben oder mit dem Bodyboard rauszugehen – macht gleich doppelt Spaß.
🗣️ Ich kann hier auch meine soziale Ader gut ausleben und Menschen zusammenbringen. Letzten Freitag habe ich 13 Leute aus dem „Dorf“ zu einem Deep Talk in einer Cocktailbar zusammengetrommelt – ganz im Geiste von Tacheles.
🏛️ Nach den ersten intensiven Tagen wollen wir nun auch mehr von der Umgebung erkunden. Nach einem zweiten Besuch in der Altstadt (diesmal deutlich entspannter) mit Tee-Zeremonie, Schokoladen-Tasting und Rooftop-Dinner geht es morgen vermutlich zur Ruinenstadt My Son.
🏡 Und auch in unserem Coliving-Haus ist eigentlich immer etwas los: genug Kinder zum Papphaus-Bauen und Toben, genug Erwachsene für gute Gespräche zu jeder Tageszeit. Wir haben schon zweimal gemeinsam gekocht, und gestern hat sich Michaela hier mit ihrem Bookclub getroffen.
⚖️ Ein bisschen zu kurz kommen aktuell Fokuszeit, Lesen und bewusste Zeit als Paar und Familie. Aber ich bin ziemlich sicher, dass wir das in den nächsten Wochen besser ausbalanciert bekommen.
So – gleich bin ich zum Sport verabredet. Und heute Nachmittag gibt’s schon wieder ein Community Dinner. Diesmal draußen in den Reisfeldern. 🌾
















